S.U.N.-Charta feiert 5-jähriges Jubiläum

Am 20. März 2017 wurde die S.U.N.-Charta in einem Festakt von allen Kooperationspartner:innen unterzeichnet.

In den vergangenen fünf Jahren wurden bereits einige der im S.U.N.-Zukunftskonzept erarbeiteten Projekte umgesetzt oder auf den Weg gebracht. Nicht zuletzt sind hier die Implementierung eines Netzes von Mobilstationen für die S.U.N.-Region und das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt NACHWUCHS (Nachhaltiges Agri-Urbanes zusammenWACHSEN) zu nennen.

Auch heute, fünf Jahre später, wächst das S.U.N. weiter zusammen und freut sich auf die weiterhin gute Zusammenarbeit im Rahmen spannender Projekte.

Stadt Umland Netzwerk (S.U.N.) bewirbt sich um Landespreis

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen hat den „Landespreis für innovative interkommunale Zusammenarbeit in Nordrhein-Westfalen“ ausgelobt. In fünf Kategorien werden innovative Kooperationen mit übertragbaren Ansätzen gesucht. Das Ministerium vergibt jeweils ein Preisgeld in Höhe von 10.000 €.

Fristgerecht zum 11. Februar 2022 hat der Rhein-Erft-Kreis stellvertretend für alle S.U.N.-Partnerinnen und Partner eine Bewerbung für das interkommunale Stadt Umland Netzwerk (S.U.N.) in der Kategorie „Informationsaustausch und Vernetzung“ eingereicht und hofft nun auf eine positive Rückmeldung des Ministeriums. Beim Rhein-Erft-Kreis ist die Geschäftsstelle des S.U.N. angesiedelt.

Das Stadt Umland Netzwerk (S.U.N.) hat sich im Juni 2016 im Rahmen des Projektaufrufs „StadtUmland.NRW“ gegründet, um sich den Chancen und Herausforderungen des dynamischen Wachstums der Stadtregion Köln links des Rheins zu stellen. Grundlage der Kooperation ist ein gemeinschaftlich erarbeitetes Zukunftskonzept unter dem Leitbild „zusammenWACHSEN“, das von einer Fachjury des o.g. Projekt-aufrufs ausgezeichnet wurde.

„Das Stadt Umland Netzwerk hat die 14 beteiligten Kommunen durch seine hervorragende Organisationsstruktur näher zusammenrücken lassen. Die Kommunikation zwischen den Partnerinnen und Partnern und die Unterstützung der Kommunen untereinander ist beispiellos. So konnten in den letzten fünf Jahren einige Projekte auch über die S.U.N.-Grenzen hinaus angestoßen werden, die unserer Wachstumsregion zu Gute kommen.“, so Frank Rock, Landrat des Rhein-Erft-Kreises.

„Beispielhaft ist hier das vom Ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt NACHWUCHS (Agri-Urbanes zusammenWACHSEN) zu nennen, das innovative Siedlungsformen erarbeitet, welche sowohl weniger Fläche verbrauchen und dabei gleichzeitig attraktiv für die wachsende Bevölkerung sein sollen als auch kompatibel mit den Belangen der Landwirtschaft sind, um Flächenkonkurrenzen zu minimieren.“

Die Preisverleihung wird am 28. März 2022 stattfinden und die Auszeichnungen durch Frau Ministerin Scharrenbach vergeben. „Da trifft es sich gut, dass die Unterzeichnung der Charta zur Gründung des Netzwerks im selben Monat ihr 5-jähriges Jubiläum feiert“, freut sich Frank Rock.

Hier erfahren Sie mehr zum Landespreis:
https://landespreis.interkommunales.nrw/

Hier geht’s zur Pressemittelung der Gemeinde Rommerskirchen:
https://rp-online.de/nrw/staedte/rommerskirchen/rommerskirchen-gemeinde-bewirbt-sich-fuer-landespreis_aid-66765313

07.12.2021 NACHWUCHS-Preisverleihung

Wettbewerb erfreut sich großer Beteiligung – „Agri-urbane Siedlungsmodelle“ feierlich prämiert

Im Rahmen des BMBF-geförderten Forschungsprojektes NACHWUCHS (Nachhaltiges Agri-Urbanes zusammenWACHSEN) wurden am 07. Dezember die prämierten Entwürfe des bundesweit ausgelobten studentischen Wettbewerbs „Agri-urbane Siedlungsmodelle für die S.U.N.-Region“ vorgestellt. Über 70 Teilnehmende verfolgten dies mit Spannung im Rahmen einer Videokonferenz. Nach einem Grußwort von Landrat Frank Rock führte Projektleiter Herr Prof. Theo Kötter von der Uni Bonn in die Thematik ein und erläuterte die Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Wettbewerb.

Digitale Preisverleihung des studentischen Wettbewerbs für die S.U.N.-Region

„Über 100 Studierende haben sich mit 47 Entwürfen am Ideenwettbewerb zu innovativen, flächensparenden Siedlungsmodellen in der Wachstumsregion zwischen Rhein und Erft beteiligt, darunter waren auch viele qualitativ sehr gute Arbeiten dabei“, so die positive Bilanz von Prof. Kötter.

Im Rahmen des Wettbewerbs wurden neue Lösungen für Quartiere mit hoher Wohnqualität gesucht, die die regionale Agrar- und Naturlandschaft integrieren. Elemente der urbanen Landwirtschaft vom ökologischen Anbau bis zur regionalen Vermarktung waren ein wesentlicher Teil dieser Entwürfe. Diese wurden exemplarisch für sieben Flächen der S.U.N.-Region erarbeitet und sollen Impulse für ein Umdenken in der Siedlungsentwicklung geben.

Die 7-köpfige Jury mit Expertise aus den Bereichen Städtebau, Architektur, Landschaftsarchitektur, Landwirtschaft und Wohnungswirtschaft wählte unter dem Vorsitz von Prof. Kötter fünf besonders innovative Entwürfe aus, welche von den Studierenden am Abend vorgestellt wurden.

Tim Schmelz, Florian Stelter und Lars Fleischer der HS Bochum überzeugten die Jury mit ihrem Entwurf „Knotenpunkt“ am Standort Bergheim – Am Waldweg. Ebenfalls erfolgreich war das Team der HS Bochum von Melina Maren Kurz, Charlotte Landen und Julian Merle mit ihrem Entwurf „Forschungsfeld Brühl“ am Standort Brühl – Dreichtenweg. „MIZ – Made in Zollstock“ heißt der Entwurf von Diana Selo, Melena Seebald und Hanno Ole Rönnfeld, der ebenso wie der im Rahmen ihrer Masterarbeit entstandene Entwurf „Marktstraße+“ von Julia Krings den urbanen Standort Köln-Zollstock bespielt (alle FH Aachen). Den Abschluss der  Vorstellung bildete der prämierte Entwurf „Landschafft Leben“ am Standort Dormagen – Nördlich Cäciliengarten“ von Lisa Heinen, Yannik Klauß und Friederike Stock (TH Köln).

Visualisierung des Beitrags „Forschungsfeld Brühl“ 

„Wie und in welcher Landschaft werden wir künftig wohnen?“ – diese Frage diskutierten in der abschließenden Podiumsdiskussion Prof. Ulrike Franke (TU Darmstadt), Ralf Ritter (Stadt Pulheim), Martin Richrath (Landwirt aus Erftstadt, Initiative R(h)einbauern) und Kay Noell (Leiter der Abt. Experimenteller Wohnungsbau beim MHKBG NRW) unter der Moderation von Prof. Kötter. In der Diskussion wurde erneut deutlich, dass es noch ein weiter Weg bis zur nachhaltigen, dichten, agri-urbanen Siedlungsentwicklung ist. Die Entwürfe der Studierenden zeigen sehr gute Ideen und Bilder auf, wie die funktionalen Verflechtungen und innovative Quartiers- und Wohnkonzepte zukünftig aussehen könnten. Hierfür bedarf es den Willen aller beteiligten Akteursgruppen und neue Formen der Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft.

Auf Grundlage der eingereichten Entwürfe erarbeitet das NACHWUCHS-Team in den kommenden Monaten unter Beteiligung der Kommunen, der Landwirtschaft, der Wohnungswirtschaft und weiteren Akteursgruppen einen Werkzeugkasten und Leitfaden, der eine Übertragbarkeit auch auf andere Wachstumsregionen mit intensiver Landwirtschaft ermöglichen soll.

Die Wettbewerbsergebnisse sowie weitere Hintergründe zum NACHWUCHS-Projekt finden Sie hier.